Alles begann am 8.6. dieses Jahres auf dem Münchner Bahnhof damit, dass der Fich (Name vom Chibi absichtlich nicht geändert, kann jeder wissen, wer so [!] grausam zu seinem Chibi ist), seines Zeichens Mono-Natriumglutamat-süchtiger Fastfood-Junkie bei einer großen Fastfood-Kette (Name nicht genannt, für Schleichwerbung bekomm ich eh keinen Gutschein!) Verpflegung für 10 lange, langweilige, chibi-verachtende Stunden Zugfahrt kaufen wollte, was aber dann doch nur bis Augsburg reichte. 

 

Hätte man mich vorher mal gefragt, hätte ich das sagen können, aber nein. Es hielt mal wieder keiner für nötig, mich in die Planung mit einzubeziehen - selber schuld und ich schweife ab. Also zurück zu meinen schockierenden Tatsachenbericht über die Chibi-Misshandlung im großen Stil!

Also, Fich kaufte ein, ich wusste es besser und jedenfalls sagte der fich dann so mega-freundlich: ach Chibi, iss ruhig etwas von dem mit Ketchup beschmierten Hamburger.

Ha!

Da hätte ich hellhörig werden sollen! 

 

Ich kenn den Fiesfich doch schon länger! Aber ausgehungert und notleidend wie ich war, bemerkte ich die Gefahr, die sich über meinem armen kleinen Kopf zusammenbraute, viel zu spät! Ich war vom Hunger geblendet und haute also tüchtig rein, und dann klebte das Zeug überall ums Schnäuzchen. Kann ja mal passieren!

 

Das eigentliche Problem an der Sache war ja, dass es nicht mehr abging und langsam fest und eklig wurde (was für mich in den Folgetagen übrigens Bett-Verbot bedeutete).

Ich wette, der Fiesfich hatte das geplant.

 

Generalstabsmäßig und von klein auf! Eine Verschwörung gegen die Chibiheit im großen Stil.

Öhm ... ich bin schon wieder raus. Was wollte ich euch denn eigentlich erzählen? 

 

Ach ja, wie der Fich mich reingelegt hat. Der wischte nämlich noch ganz scheinheilig an meinem Schnäuzchen herum und maulte mich an, was ich doch für ein Schweine-Chibi wäre und legte dann 

 

- aus heiterem Himmel, denn es bestand für solch eine drakonische Strafe nicht die geringste Spur einer Veranlassung!! - 

 

fest (das gehässige Gesicht hättet ihr dabei mal sehen sollen. Voll der Fiesfich!), ich müsse ... haltet euch fest! ... ich müsse gewaschen werden.

Boah!

 

Ich?

Nee, ne?

Und so lebte ich seit dem (bis gestern - also endlos lange 8 Tage!) in Angst, immer die Panik im Nacken, im nächsten unvorsichtigen Augenblick hinterrücks gegriffen, überrumpelt und misshandelt zu werden. Immer mit dem Rücken an der Wand lang. Mein Popo war schon ganz wund gescheuert von der blöden Raufasertapete. Bei der Gelegenheit frage ich mich gerade: warum gibt es eigentlich keine chibifreundliche Plüschtapete? Hm? Die dem kleinen schmerzenden Chibipo ein bisschen schmeichelt?

 

Tja Leute, und gestern war es dann soweit. Mein viel zu kurzes Leben zog an mir vorbei.

So viele Kekse, die ich noch nicht gegessen habe, so viele Manga, die ich noch nicht gelesen habe. Doch darauf nahm der Fich ja keine Rücksicht. Ich glaube auch, Fiche haben so was gar nicht - die haben keine integrierte Chibi-Rücksichtnahme!  

 

Sadistisch wurde ich in die Tasche mit der Dreckwäsche gestopft und eins ist mal Fakt: lecker war das nicht, auch ein Fich riecht nicht nach Rosen!

 

Im Gegensatz zur Schmutzwäsche, die sich in der ganzen Küche frei bewegen konnte, wurde ich in einen sogenannten Wäschepuff gesperrt. Chibiverachtend! 

 

Da kam ich nicht mehr raus. 

 

Ich reichte also eine Klage ein und siehe da, ich wurde dann doch noch befreit. Von meinem Lieblingsschäfchen Donnar, der einzige, auf den ich mich wirklich verlassen kann. 

Das Bild hier zeigt uns eine Viertelstunde später, als wir dann wenigstens aus der entwürdigenden Enge besagten Puffs befreit wurden und so das Geschehen in der Waschküche beobachten konnten. 

 

Zum Beispiel dass besagter, oben als Fiesfich deklarierter Halter eines gewissen, gedemütigten Chibis schon vor dem Essen anfing, sich rauschartig zu betrinken.

Es muss ein rauschartiger Zustand gewesen sein, wie sonst würde es sich erklären, dass genau der fich, der immer sagt: 

 

"Chibi, lass die Klamotten an!", 

"Chibi, zieh das Hemd runter!", 

 

also genau dieser Fich mir plötzlich entwürdigend das Hemdchen vom Leib riss! 

 

Ich war ja so peinlich berührt, dass ich gleich flüchten wollte. Weg aus dieser hässlichen Schüssel und mich im Schrank verstecken, wo mich keiner sah ....

Doch so leicht, wie man sich das immer vorstellt, ist das nun auch wieder nicht! Nicht wenn man ein sehr kleines Chibi in einer großen Schüssel ist und die Beinchen etwas kurz geraten sind.

Schaut hin - schaut ganz genau hin! 

 

Da wollte der Sadistenfich mich reinstopfen. 

 

Ein 2 Stunden laufendes Vollwaschprogramm, ohne auch nur den Hauch einer Überlebenschance für ein armes kleines, jetzt übrigens immer noch nacktes, Chibi.

Also konnte ich nur die einzig logische Konsequenz des Ganzen ziehen und aus der Foltermaschine türmen. 

 

Ganz schnell und ungesehen ...

So bin ich dann zwar der Waschmaschine entkommen, aber leider nicht der Handwäsche und da war es auch nicht tröstlich, dass es handwarmes Wasser mit wohlriechendem Perwoll war. 

 

Donnars Wolle saugte sich voll, ich ging gerade qualvoll unter, und als ich versuchte mich mit den Fingerchen am glatten Eimerrand festzuhalten, da tauchte mich der Fich mit den Worten unter: "Die Schnute muss sauber werden!" 

 

Ich konnte gar nicht so viel gurgeln, wie ich Wasser geschluckt habe und dann redete ich eine Weile lang nur Blasen. 

Übrigens! 

Perwoll riecht besser als es schmeckt!

 

 

 

Eine Viertelstunde später hatte uns noch immer keiner erlöst.

 

Doch hätte ich auch nur ansatzweise geahnt, was dann passieren sollte, ich hätte mir gewünscht, nie wieder aus dem herrlichen Wasser genommen zu werden.

Eine Wäscheschleuder wurde zur Schafschleuder, schlimmer noch - zur Chibischleuder. Gnadenlos wurde man da bei un-chibischen Umdrehungszahlen an die Wand gedrückt, als wolle man aus mir einen Astronauten machen, der die Zentrifuge überleben musste. Mann! war mir kotterig! 

 

*würg**taumel*

 

Man konnte sich gar nicht bewegen - nur eine unglaubliche Kraft, die mich gegen das zerlöcherte Metall drückte. 

Aua!

Ich zog die einzig logische Konsequenz: Flucht aus dem Martyrium! Allerdings dauerte es noch ein paar Stunden, bis ich dann auch endlich mein Hemdchen wieder hatte.

 

Angeblich musste Fich das erst noch bügeln, ich glaube ja eher, es lag daran, dass es Spaß machte, mich zu demütigen ...

 

Das Fazit dieses Tages ist ein Appell an die Chibiheit: 

Chibis! 

Passt auf, dass ihr niemals hungrig seid und ein fieser Halter das ausnutzt! 

 

Haltet euch den Rücken frei und eure Hemdchen an und erst in der Not erkennt ihr eure wahren Freunde und das werden niemals die Halter sein!